Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann,
so ist es der Glaube an die eigene Kraft.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Qi Gong (Chi Kung)

 

Qi Gong ist eine ¨über 2000 Jahre alte chinesische Übungskunst zur Regulation, Steigerung und Gesunderhaltung von Körper, Geist und Lebensenergie und wird auch zur Heilung von Beschwerden eingesetzt.

 

Qi Gong heisst sinngemäss übersetzt "Üben mit der Lebensenergie" und ist ein Sammelbegriff für verschiedenste Übungen für den Energiefluss, Körper, Atem und Geist.


Qi Gong dient der Selbstkultivierung und wurde früher in der Medizin, in der Kampfkunst und im Rahmen buddhistischer und taoistischer Körperübungen praktiziert. Es ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und gleichzeitig in Chinas Kunst und Kultur allgegenwärtig.

Was heisst Qi Gong? Qi entspricht im Chinesischen dem Wort "Lebenshauch" oder "Dampf" oder dem häufig in westlichen Übersetzungen benutzten Wort "Lebensenergie". Das Wort Gong lässt sich in der Verbindung mit dem Wort Qi am besten mit Arbeit, Wirkung oder aber Disziplin beschreiben. Eine treffende Übersetzung von Qi Gong wäre daher "an der Lebensenergie (Qi) arbeiten (Gong)" beziehungsweise die Lebensenergie im positiven Sinn zu disziplinieren.

Durch langsam abgestufte Bewegungsabläufe, Methoden der Atemführung, bestimmte Körperhaltungen und durch begleitende geistige Übungen werden Funktionen des Körpers reguliert und die Lebensenergie Qi angekurbelt. Das stärkt die Immunkräfte, schafft Erleichterung bei chronischen Erkrankungen, stabilisiert das Nervensystem, lockert Verspannungen, löst Stress und steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Es gibt Qi Gong im Stehen, Gehen, Sitzen und im Liegen. Man unterscheidet zwischen so genannten äusseren und inneren Übungen. Je nach Zweck praktiziert man Qi Gong dynamisch, ruhig oder still.

Wie auch beim Tai Chi Chuan kann Qi Gong als Vorsorge, Training oder Heilung eingesetzt werden. Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM gibt es im Körper sogenante Meridiane (Körperleitbahnen der Lebensenergie Qi) und Akupunkturpunkte (Öffnungen zur Qi-Aufnahme). Sie haben Verbindung zu den ihnen zugeordneten Organen, wie Lunge, Dickdarm, Leber, Gallenblase, Niere, Blase, Herz, Dünndarm, Milz und Magen. Das Zusammenspiel dieses Netzes von feinen Kanälen kann durch Qi Gong beeinflusst werden. Die Kombination aus den Bewegungen, der Atemführung und der gelenkten Aufmerksamkeit führt zu einer verbesserten Zirkulation der Lebensenergie Qi in den Meridianen. Dadurch werden die Organe in ihrer Arbeit gestärkt und das natürliche Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele wieder hergestellt.

Bei einer Qi Gong-Einzellektion und Qi Gong-Therapie wird ein spezielles Übungsprogramm zusammengestellt, das der Konstitution der jeweiligen Person entspricht.